Flavia Berger

Projektleiterin | Fortbildungen & Veranstaltungen

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M8-27/ Was hat das alles mit Sucht zu tun? Professioneller Umgang mit Klient:innen mit einer Abhängigkeitserkrankung

 

Wer im Sekretariat oder am Empfang von ambulanten Suchtberatungsstellen, Entzugskliniken oder stationären Therapieeinrichtungen tätig ist, kennt unangenehme Begegnungen oder Telefonate mit Menschen mit einer Abhängigkeitserkrankung oder mit deren Angehörigen. Wenn ein Bedürfnis nicht unmittelbar befriedigt wird, kommt oft Ärger zum Vorschein, wie z.B. darüber, dass eine gewünschte Behandlung nicht sofort verfügbar ist. Die Person am Empfang ist darin unmittelbar involviert und wird in der Situation – sowie danach – meist sich selbst überlassen.

Diese Fortbildung vermittelt Grundkenntnisse zu Krankheitsbildern in Zusammenhang mit Sucht und zu verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten. Sie informiert über die wichtigsten Fachbegriffe rund um Abhängigkeitserkrankungen und gibt einen Überblick über die wichtigsten Substanzen. Je nach Interesse der Teilnehmenden können einzelne Themen auch vertieft oder ergänzend betrachtet werden.

Nach der theoretischen Einführung folgt der Schwerpunkt des Kurses, der auf dem Verhalten im direkten Kontakt mit Menschen liegt. Im Mittelpunkt stehen Situationen des Erstkontakts, wie z.B. Ärger über Wartezeiten, wiederholte Forderungen, Unsicherheiten bei auffälligem Verhalten oder die Frage danach, wann und wie Unterstützung in solchen Situationen beigezogen wird. Dabei sind die konkreten Fragestellungen und Erfahrungen der Teilnehmenden aus ihrem beruflichen Kontext zentral. Aufbauend auf unterschiedlichen theoretischen Grundlagen nähern wir uns unterschiedlichen selbstsicheren Verhaltensweisen an, um diese dann mit konkreten Übungen auszuprobieren und gemeinsam zu reflektieren. Dabei wird hauptsächlich mit kurzen, einfachen Rollenspielen in Kleingruppen gearbeitet. Der Fokus liegt dabei auf dem Austausch untereinander und auf dem Lernen voneinander.

Am Ende des Tages nehmen die Teilnehmenden neue Blickwinkel auf das Thema Abhängigkeit mit, sowie Erkenntnisse zum eigenen Verhalten in schwierigen Situationen, mit konkreten Inputs zu alternativen Verhaltensmöglichkeiten. Zudem sind Wege bekannt, den eigenen Handlungsspielraum nach Belieben zu erweitern.

 

Lernziele

  • Sie gewinnen einen ersten Überblick über Diagnosen und Substanzen und verstehen grundlegende Begriffe rund um Abhängigkeitserkrankungen
  • Sie erhalten nach Bedarf Kenntnisse zur Thematik der Doppeldiagnose oder Schweigepflicht.
  • Sie üben selbstsicheres Verhalten im Umgang mit Menschen, insbesondere in schwierigen Situationen.
  • Sie können Ihre eigene Rolle und Grenzen einordnen.
  • Sie entwickeln das eigene Auftreten anhand der mitgebrachten Beispiele aus dem Alltag weiter. Dabei profitieren Sie von der Möglichkeit, unterschiedliche Rollen einzunehmen und die Wirkung von Verhaltensweisen auszuprobieren, zu beobachten oder direkt zu erfahren. Auch gibt es die Möglichkeit von Rückmeldungen und Erfahrungen anderer zu lernen.

 

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich primär an Mitarbeitende im Sekretariat, Administration und am Empfang von Einrichtungen der ambulanten und stationären Suchthilfe, die Klient:innen persönlich oder telefonisch begegnen. Sie steht aber auch Personen aus anderen Berufsgruppen offen, sofern sie regelmässig eine vergleichbare Aufgabe im Erstkontakt übernehmen Es wird die Bereitschaft erwartet, sich aktiv mit der eigenen Haltung rund um das Thema Abhängigkeit auseinanderzusetzen, sowie die eigenen Verhaltensweisen im Kontakt mit Klient:innen kritisch zu reflektieren.

Teilnahmebedingungen

Suchtfachliche Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die Fortbildung ist als Grundlage angelegt und behandelt keine vertiefte Diagnostik, Beratung oder Deeskalation bei akuter Gewalt.

Die Teilnehmenden haben bis zwei Wochen vor Kursbeginn ein eigenes Erlebnis in nachvollziehbarer Form einzureichen.

 

Referent

Lic. phil. Silvio Meisser, Leitender Psychologe, Psychotherapeut FSP, leitet seit 2022 die psychiatrisch-psychotherapeutischen Tageskliniken Aarau und Baden der Psychiatrischen Dienste Aargau AG. Davor war er Teil der Klinikleitung einer kleinen Suchtfachklinik neben Luzern, dem Therapiezentrum Meggen, wo ihm das Administrationsteam direkt unterstellt war und er mit diesem für Neuanmeldungen zuständig war.

Berufsbegleitend hat er sich stets weitergebildet. Auch beruflich hat ihn immer das Bild aus mehreren Perspektiven interessiert – Menschen von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachten und dadurch möglichst als Ganzes sehen. Dabei lag der Fokus immer wieder auf dem Anspruchsvollsten und gleichzeitig Alltäglichsten im Umgang mit Menschen: der Beziehungsgestaltung.

 

Weiterführende Informationen

M8-25 Ausschreibung als Pdf

Datum

Dienstag, 11. Mai 2027
9.15 bis 17.00 Uhr

Ort

Kulturpark
Pfingstweidstrasse 16
8005 Zürich

Kosten

Fr. 275.- für Mitglieder des Fachverbands Sucht
Fr. 412.50 für Nicht-Mitglieder

 

Teilnahmebedingungen

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Anmeldung

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Veranstaltungsinformationen


Datum
11.05.27

Veranstalter
Fachverband Sucht

Ort
Zürich

Typ
Fortbildungen

Kosten
Fr. 275.- für Mitglieder des Fachverbands Sucht
Fr. 412.50 für Nicht-Mitglieder

Anmeldungen
0 / 19

Anmeldeschluss
11.04.27