Patricia Sager

Veranstaltungen und Fortbildungen / Projektleiterin

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A9-19 / Gemeinsame Beratung von Suchtkranken und ihren Angehörigen – Indikation und Herausforderungen

Das soziale Umfeld spielt bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Sucht eine wichtige Rolle. Zahlreiche Studien belegen, dass Angehörige von suchtkranken Menschen enormen Stress- und Belastungsfaktoren ausgesetzt sind. Das Risiko körperlicher und psychischer Folgeschäden für die Angehörigen akzentuiert und verschärft sich in Zusammenhang mit dem hohen Konsum. Dabei leiden neben den Partnerinnen und Partnern, Eltern, Geschwistern, Freunden oder Arbeitskolleginnen und -kollegen insbesondere Kinder Suchtkranker erheblich unter der Situation. Alle Angehörigen leiden unter Spannungen, Instabilität, Unberechenbarkeit und bisweilen auch Gewalt. Die Fortbildung geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, wann eine gemeinsame Beratung von Suchtkranken und ihren Angehörigen indiziert ist und wie diese ablaufen kann.

Die Fortbildung enthält folgende Inhalte:

  • Einführung in die methodische Grundlage CRAFT (Community Reinforcement and Family Training) und systemische Behandlungsansätze
  • Wann liegt eine Indikation für eine gemeinsame Beratung/Therapie vor?
  • Rolle und Rollensicherheit der Beratungs- oder Therapiefachperson bei einer gemeinsamen Beratung
  • Differenzierung der Interventionen je nach Art der Beziehung der Angehörigen zur suchterkrankten Person
  • Die besonderen Problematiken der Beziehungsdynamiken zum Suchtkranken
  • Differenzierung der Interventionen nach Phase der Abhängigkeitsentwicklung und Krankheitseinsicht
  • Auseinandersetzung mit den Krankheitskonzepten „Co-Abhängigkeit“ und „We-Disease“

Zielgruppe

Die Fortbildung richtet sich an Fachleute aus Suchtberatungsstellen, der ambulanten und stationären Suchttherapie, von Wohn- und Arbeitsangeboten, der Jugend-, und Familienberatung.

Lernziele

  • Sucht-Fachpersonen haben einen Wissenszuwachs zu den Themen «Gemeinsame Beratung/Therapie» und «Differenzierung der Angehörigen nach Art der Beziehung zur suchtkranken Person».
  • Sucht-Fachpersonen sind befähigt, ihre Rolle in einer gemeinsamen Beratung/Therapie bewusst zu reflektieren.
  • Sucht-Fachpersonen können das erworbene Wissen in die Praxis umsetzen.

Referentin

MSc. Regine Rust, Leitung Suchtfachstelle St. Gallen, Systemische Therapeutin ZSB, Suchttherapeutin KatHo NRW

Weiterführende Informationen

Ausschreibung als pdf

Datum

Mittwoch, 17. April 2019
09.15 bis 17.00 Uhr

Ort

Katholische Hochschulgemeinde aki
Hirschengraben 86, 8001 Zürich, Tel. 044 254 54 60
www.aki-zh.ch

Kosten

Fr. 175.– für Mitglieder des Fachverbands Sucht
Fr. 265.– für Nicht-Mitglieder

Diese Fortbildung wird durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitfinanziert.

Teilnahmebedingungen

Entscheid über Durchführung: in der Regel vier Wochen vor der Veranstaltung.

Teilnehmende: mindestens 16, maximal 22

Die Anmeldung ist verbindlich. Sie kann jeweils bis vier Wochen vor dem Kurs kostenfrei storniert werden.

Bei einer späteren Stornierung berechnen wir folgende Beträge:

  • Weniger als vier Wochen bis eine Woche vor dem Kurs 50% des Kursbeitrages
  • Sechs Tage vor dem Kurs bis Kurstag 100% des Kursbeitrages.

Für die Einhaltung der Fristen zählt das Eintreffen einer schriftlichen Stornierungserklärung (Brief, Telefax, E-Mail) bei unserer Geschäftsstelle. Telefonische Stornierungen können nicht bearbeitet werden.


Datum
17.04.19

Veranstalter
Fachverband Sucht

Ort
Zürich

Typ
Fortbildungen

Kosten
Fr. 175.- für Mitglieder des Fachverbands Sucht

Fr. 265.- für Nicht-Mitglieder

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