Patricia Sager

Veranstaltungen und Fortbildungen / Projektleiterin

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J5-20 / Auf Messers Schneide – Wie erreiche ich schwierige Jugendliche?

Jugendliche und junge Erwachsene mit Suchtproblematik gelten häufig als schwer behandelbar. Dies gilt in besonderem Masse für junge Menschen, deren Verhaltensweisen so aus dem Ruder gelaufen sind, dass sie kaum in Institutionen oder zu Hause geführt werden können.

Erschwerend kommt hinzu, dass sich in der Pubertät das Gehirn in einer Umbauphase befindet. Dies führt dazu, dass Jugendliche häufig impulsiv handeln und die Folgen nicht realistisch einschätzen können. Kommen Faktoren wie ein belastetes familiäres Umfeld, konsumierende Peers usw. hinzu, können Jugendliche besonders anfällig für exzessive Verhaltensweisen (Konsum, Gaming usw.) werden.

Ab wann bezeichnet man einen Verlauf als schwerwiegend und welche Alarmsignale gibt es hierfür? Welche Interventionsmassnahmen können helfen, um junge Menschen zu motivieren aus z.B. exzessivem Konsum auszusteigen? Wie können Bezugspersonen in den Therapie- / Beratungsprozess eingebunden werden? Wie kann ich mich als beratende Person von einem schwierigen Verlauf abgrenzen?

In diesem Kurs werden wir uns dem Thema anhand von Fallbeispielen aus dem stationären und ambulanten Bereich nähern und konkrete Interventionsmöglichkeiten diskutieren. Dabei soll auch auf Erfahrungen und Problemstellungen aufgebaut werden, welche die Kursteilnehmenden aus ihrem beruflichen Alltag mitbringen. Gerne können uns vorab hierzu bereits konkrete Fragen/Fallbeispiele zugesandt werden.

Es werden Werkzeuge aus evidenzbasierten Methoden vorgestellt und anhand von konkreten Fallbeispielen ausprobiert. Zentrale Fachbegriffe und Konzepte werden dabei praxisnah eingeführt. Die Teilnehmenden nehmen idealerweise Klärung in Bezug auf ihre eigenen praktischen Fragestellungen mit nach Hause. Zudem verfügen sie nach dem Kurs über erste Erfahrungen damit, bestimmte Vorgehensweisen in ihrem Alltag anzuwenden. Literatur und Arbeitsblätter werden nach dem Kurs zur Verfügung gestellt.

Lernziele

  • Die Teilnehmenden haben einen Überblick über Frühwarnzeichen und die Symptomatik von verschiedenen schwerwiegenden Verläufen.
  • Sie bekommen einen lebendigen Einblick in die Chancen und Grenzen der Arbeit mit dem Familiensystem.
  • Die Teilnehmenden haben einen Einblick in evidenzbasierte Behandlungsverfahren und üben selbst verschiedene Gesprächs- und Interventionstechniken.
  • Sie haben konkrete Werkzeuge in der Hand, die in die eigene Vorgehensweise integriert werden können.

Zielgruppe

Der Kurs richtet sich an Fachpersonen aus den Bereichen Suchtberatung und Suchttherapie, Früherkennung und Frühintervention, Jugendberatung und Erziehungsberatung.

Referentinnen

Inga Störkel, MAS Psychotraumatology UZH arbeitet als Bereichsleitung Therapie in der Sucht- und Frauenspezifischen Institution Lilith und bringt langjährige Erfahrung in der Behandlung von Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen und Traumafolgestörungen mit.

Lisa Störkel, Msc. Psychologie arbeitet als Psychotherapeutin i.A. (Erwachsene, Kinder- und Jugendliche, DBT) und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Forschung und im ambulanten Setting mit Kindern, jungen Erwachsenen & Erwachsenen am Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim.

Weiterführende Informationen

Ausschreibung als pdf


Datum

Donnerstag, 11. Juni 2020
09.15 bis 17.00 Uhr

Ort

Pfarreizentrum Liebfrauen
Weinbergstrasse 36, 8006 Zürich, Tel. 043 244 75 00
 

Kosten

Fr. 175.– für Mitglieder des Fachverbands Sucht
Fr. 265.– für Nicht-Mitglieder
Diese Fortbildung wird durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mitfinanziert.
 

Teilnahmebedingungen

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Datum
11.06.20

Veranstalter
Fachverband Sucht

Ort
Zürich

Typ
Fortbildungen

Kosten
Fr. 175.- für Mitglieder des Fachverbands Sucht

Fr. 265.- für Nicht-Mitglieder

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