Suchtprävention

Die Prävention von risikoreichem Konsum und von Sucht ist ein wichtiger Pfeiler der Suchtarbeit. Dem Fachverband Sucht ist Unterstützung und kontinuierliche Weiterbildung der Fachleute, die auf diesem Gebiet tätig sind, deshalb ein grosses Anliegen.

Eine Disziplin in stetem Wandel

Egal, ob es um eine legale oder illegale Droge, ob es um Computer, Handy oder Glückspiele geht: Die Prävention des risikoreichen Konsums und von Sucht nimmt in der Suchtarbeit einen grossen Stellenwert ein. Suchtprävention braucht es in allen Lebensaltern und für alle Menschen, egal wo sie wohnen, was sie tun und wie sie leben. Die Suchtprävention muss sich also anpassen können. Auch dann, wenn sich die Gegebenheiten verändern und neue Generationen neue Konsumformen und Substanzen ausprobieren. Dem Fachverband Sucht ist es deshalb ein Anliegen, die Suchtprävention in ihrer steten Weiterentwicklung zu unterstützen.

Seit 2011 führt der Fachverband deshalb, gemeinsam mit den Fachgruppen Prävention und Stellenleitende Prävention, jedes Jahr den Präventionstag durch. Im Fokus dieser Fachveranstaltung steht jeweils ein übergeordnetes Thema, das für alle Akteurinnen und Akteure der Suchtprävention interessant und wichtig ist. Die Themenpalette reicht von «Hat Suchtprävention Zukunft?» (2011) über «Frühe Förderung: Was geht uns das an?» bis hin zu «Zielgruppen der Suchtprävention erreichen: Wo besonderes Engagement und Innovation gefragt sind».

Der Fachverband Sucht unterstützt die Weiterentwicklung der Suchtprävention, indem er Grundlagen zu Fragestellungen erarbeitet, die für das Fachgebiet von hoher Relevanz sind. Bisher hat er folgende Dokumente erarbeitet:

Die Früherkennung und Frühintervention (F+F) ist ein wichtiger methodischer Ansatz in der Suchtprävention. Deshalb hat sie auch in der Arbeit des Fachverbands Sucht ein grosses Gewicht. Informationen zu den Aktivitäten und bisherigen Arbeitsresultaten des Fachverbands Sucht zur F+F finden Sie auf der betreffenden Themenseite.

Themenseite Früherkennung und Frühintervention (F+F)

Arbeitsergebnisse des Fachverbands Sucht

Das «Grundlagenpapier Zusammenarbeit» hält in knapper Form wesentliche Gründe und Erfolgsfaktoren der Zusammenarbeit zwischen Prävention und Beratung fest. Das Grundlagenpapier ist Ergebnis eines längeren Prozesses der Fachgruppen Prävention, Stellenleitende Prävention und Ambulante Beratung.

Grundlagenpapier «Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Prävention und Beratung» (2011)

 

Im Auftrag der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich hat der Fachverband Sucht 2015 eine Mitgliederbefragung zum Thema «Schwer erreichbare Zielgruppen» durchgeführt – mit teilweise überraschenden Resultaten.

Bericht «Schwer erreichbare Zielgruppen» (2015, im Auftrag der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich)

 

Weltweit werden verschiedene Modelle zur Regulierung des Cannabismarktes diskutiert oder umgesetzt. Diesen Modellen ist gemeinsam, dass sie sich an erwachsene Konsumierende richten, während Minderjährige vom neu regulierten Cannabismarkt ausgeschlossen werden. Da es auch konsumierende Minderjährige gibt, wenn Cannabis für Erwachsene legal ist, muss die Cannabisregulierung mit flankierenden Jugendschutzmassnahmen begleitet werden.

Grundlagenpapier Jugendschutz im regulierten Cannabismarkt (2015)

 

Das Haltungspapier «Frühe Förderung in der Suchtprävention» drückt die Haltung des Fachverbands Sucht zur Bedeutung der Frühen Förderung für die Suchtprävention aus. Es zeigt die Aufgaben auf, welche die Suchtprävention im Hinblick auf die Frühe Förderung nach Ansicht des Verbands hat. Es richtet sich an Fachpersonen, die in der Suchtprävention und der Arbeit mit suchtbelasteten Familien tätig sind.

Haltungspapier «Frühe Förderung» zur Rolle der Suchtprävention in der Frühen Förderung (2016)